HERZENSRAUM

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„Ich konzentriere mich auf mein Herz. Von dort aus steuere ich. “ Tara

Bedingungslose Liebe ist eine der höchsten Energieebenen

Auf dieser Ebene geht es nicht um die Liebe, wie sie in den Massenmedien dargestellt wird. Was die Welt im Allgemeinen als Liebe bezeichnet, ist eine intensive Emotionalität, die körperliche Anziehung, Besitzansprüche, Kontrolle, Sucht, Erotik und Neuheit verbindet. Sie ist gewöhnlich flüchtig und schwankend, wächst und schwindet durch unterschiedliche Bedingungen. Wenn sie enttäuscht wird, deckt diese Emotion oft eine zugrunde liegende Wut auf und eine versteckte Abhängigkeit, die sie nur maskiert hatte. Dass Liebe in Hass umschlagen kann, ist eine verbreitete Auffassung, aber was in diesem Fall gemeint ist, ist eher eine süchtigmachende Sentimentalität und nicht Liebe. Hass entspringt aus Stolz, nicht aus Liebe; in einer Beziehung, die in Hass umschlägt, hat es wahrscheinlich nie echte Liebe gegeben.

Die hohe Ebene ist gekennzeichnet durch die Entwicklung einer Liebe, die bedingungslos, unwandelbar und beständig ist. Sie schwankt nicht, weil ihr Ursprung in der Person liegt, die liebt, und nicht von äußeren Faktoren abhängig ist. Liebe ist ein Seinszustand. Sie ist eine Art, sich auf die Welt zu beziehen, die vergibt, nährt und unterstützt. Liebe ist nicht intellektuell und geht nicht vom Verstand aus; Liebe strahlt vom Herzen aus. Sie hat die Fähigkeit, andere zu erheben und große Taten zu vollbringen, weil ihr Motiv rein ist.

Auf dieser Entwicklungsstufe wird die Fähigkeit, das Wesentliche zu unterscheiden, vorherrschend ; man konzentriert sich auf den Kern einer Sache. Durch das Umgehen des Verstandes entsteht die Fähigkeit, ein Problem sofort in seiner Gesamtheit zu erfassen, und der Kontext wird wesentlich erweitert, besonders was die Zeit und den Prozess angeht. Der Verstand beschäftigt sich nur mit Einzelheiten, die Liebe hingegen mit dem Ganzen. Diese Fähigkeit, die oft der Intuition zugeschrieben wird, ist die Fähigkeit, etwas sofort zu verstehen, ohne auf die Notwendigkeit  der Symbolverarbeitung in zeitlicher Abfolge zurückzugreifen. Dieses scheinbar abstrakte Phänomen ist in Wirklichkeit ganz konkret; es wird begleitet von einem messbaren Freisetzen von Endorphinen im Gehirn.

Liebe bezieht keine Stellung und ist deshalb umfassend, erhebt sich über die Trennung der Stellungnahme. Es ist dann möglich, mit einem anderen eins zu zu sein, da es keine Schranken mehr gibt. Liebe ist deshalb einbeziehend und weitet das Empfinden des Selbst immer mehr aus. Liebe konzentriert sich auf das Gute im Leben in all seinen Ausdrucksformen und steigert das Positive. Sie löst Negativität auf, indem sie ihr einen neuen Kontext gibt, nicht indem sie sie angreift.

Das ist die Ebene des wahren Glücks.

 

 

 

 

 

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