Tagebuch Teil 1

Auszüge aus Taras Tagebuch

 

Das Leben ist eine hohe Kunst.

Nur wenige beherrschen sie in ausreichendem Maße.

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5.Mai 89

Die einfachen Freuden des Lebens, die von der Natur gegeben sind, beispielsweise die Fähigkeit des Liebens, machen es so wertvoll.

Alles Unnatürliche, vom Menschen Geschaffene, verdirbt.

 

Ich sehe, ihr seid schon viel zu eingefahren in eurem Alltag, so dass ihr euch nicht mehr vorstellen könnt wie ein anderes Leben möglich wäre. Ihr lebt in einer Scheinwelt, wie alle sogenannten Erwachsenen. Schaut euch doch mal um, sie ist durch und durch schlecht und verlogen. Diese Welt stinkt aus allen Löchern.

Warum gibt es bei uns wohl so hohe Selbstmordraten bei Jugendlichen?

Was hat uns denn die Industriealisierung mit ihrer fortschreitenden Technisierung gebracht? Sind wir dadurch glücklicher geworden?

Und diese Besitzanhäufung des einzelnen mit dem krankhaften Streben nach Luxus und Konsum. Was bringt uns dies?

Wir bauen damit Mauern um uns, schirmen uns vom eigentlichen Leben ab. Vielleicht auch, um unsere Endlichkeit zu verdrängen, da wir zu schwach sind um mit ihr fertig zu werden.

Ich gebe mich damit nicht zufrieden.

Ich werde diese Art des Lebens nicht unterstützen, sondern gegen sie kämpfen und dabei helfen eine neue Welt aufzubauen.

Ich will das Leben in seiner Tiefe auskosten und dabei den ganzen Konsumballast um mich herum abwerfen.

 

20.Mai 89

Ruhige Abendstunden sind wie Balsam für meinen aufgewühlten Körper.

Ich kehre in mich ein und fühle mich wohl.

 

Welche Anmaßung liegt doch in der stillschweigenden  Annahme, dass alle Rätsel der Natur in den Horizont unseres Vorstellungsvermögens hineinpassen müssen.

                                   H.v.Ditfurth

 

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