Kultur der Ruhe

 

 

Christus und Moses, alle Seher und Magier waren in der Ruhe. So akkumulierte sich in ihnen die psychische Kraft, die dann, auf einen Kranken konzentriert, diesen wie mit neuem Leben erfüllte.

Die Kultur der Ruhe steigert auch die Geistesgegenwart. Geistesgegenwart ist doch die Fähigkeit, zu jeder beliebigen Zeit alles in sich zu mobilisieren, was man an Wissen, Tatkraft, Entschlossenheit und Takt besitzt. Die augenblickliche Präsenz aller Eigenschaften macht allein ihren wett. Im ruhenden Geist aber sind sie konzentriert, jagen nicht zerstreut nach tausend Objekten.

Wer seine Kraft bewahren und seinen Geist ausruhen lassen kann, wird Nerven wie Stahl bekommen; ein Fluidum wird von ihm ausgehen, das das unbändigste Pferd unter ihm gefügig macht. Mut ist wie eine magnetische Wolke, die nichts durchbrechen kann. Die Möglichkeiten, die hier liegen sind unbegrenzt. Der Leib kann dazu gebracht werden, allen materiellen Einflüssen zu trotzen, jedes Organ kann zehnmal soviel Widerstandskraft gewinnen, als jetzt.

Wo ein wenig Eile ist, ist immer noch ein wenig Furcht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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